Dienstag, 16. Januar 2007

9. Aufgabe: Neue Medien und Zukunft der Geschichtswissenschaften

Der vorliegende Text befasst sich mit dem Thema Praxis, Chancen und Visionen der Geschichtswissenschaften im Netz.
In der Praxis sind geschichtswissenschaftliche Seiten selten im Netz. Weitaus häufiger werden Seiten mit geschichtlichem Inhalt erstellt, die jedoch aufgrund der Qualität des Inhalts oder auch der Geschichtsauffassung der Ersteller, fraglich sind.
In der Praxis sind geschichtswissenschaftliche Seiten heute damit beschäftigt das Kommunikationssystem zu verändern. Dabei geht es nicht um einen Übergang der alten Kommunikationsmedien zu den neuen. Alte und neue Medien werden durch gegenseitige „Interaktion“ modifiziert.
So setzt sich in den alten Medien zum Beispiel der Schreibstil des Internets durch: kurz und bündig wird ab sofort geschrieben, mit offenem Ende und der Möglichkeit, dass ein anderer fortsetzt. So entstehen aus vielen kleineren Beiträgen Netzwerke in denen Themen ausführlich behandelt werden können.
Auch wenn eingeworfen wird, dass diverse Website nur eine Momentaufnahme, ein Diskussionsstand seien, so kann man dem entgegenhalten, dies treffe auch auf diverse schriftliche Publikationen zu. Auch wird vermehr versucht im Internet und in schriftlicher Form gleichzeitig zu publizieren. Außer Zweifel steht die Tatsache, dass man heutzutage sowohl die alten als auch die neuen Medien beherrschen muss.


Chancen

Der Umgang bzw. das Verwenden des Internets bietet auch den Geschichtswissenschaften eine Reihe von neuen Möglichkeiten der Forschung und Kommunikation, auf die in den folgenden sechs Punkten näher eingegangen wird:

1. Die neuen Möglichkeiten der Kommunikation ermöglichen Zeitersparnisse beim wissenschaftlichen Forschen und Arbeiten. Zwar ist die Qualifikation der Seiten im Netz oft fraglich, doch durch immer größer werdende Kontrolle und Interaktion unter den Usern gibt es mehr Seiten mit ansprechender Qualität.
Auch liegt, laut dem Autor, der Tag an dem das Internet als wissenschaftlicher Publikationsbereich wichtiger sein wird als die „Realität“, in nicht allzu ferner Zukunft oder ist zumindest realistisch erreichbar.

2. Zwar gibt es auch im Netz, genauso wie bei den schriftlichen Publikationen nur einen begrenzten Interessentenkreis, doch ist dieser im Netz potenziell ungleich höher. Das potenzielle Publikum und deren Umgang mit dem dargebotenen Wissen, wird Einfluss auf die geschichtswissenschaftliche Forschung nehmen.

3. Durch das Netz lassen sich neue Quellen, bzw. Quellen die von den Geschichtswissenschaften in den letzten Jahrzehnten vermehrt verwendete wurden wie z. b. Filme, Töne oder Bilder leichter beschaffen und transportieren.

4. Interdisziplinarität wird immer wichtiger. Während es bisher eher karrierehemmend war, wenn man interdisziplinär tätig war, da man dann nicht mehr als Experte galt, sind inter- oder multidisziplinäre Tätigkeiten im Netz Pflicht.

5. Ein wichtiger Punkt bzw. eine wichtige Chance ist das so genannte E-Learning. Das Wichtigste ist, dass es das Selbstgesteuerte Lernen fördert. Es erhöht die Schnelligkeit der Forschung und bietet Studenten neue Möglichkeiten der Präsentation. Doch muss dieses System sowie die Zugangsmöglichkeiten für Studenten zum Internet noch verbessert werden.

6. Im Netz wird die Position des Individuums geschmälert. Die Teamarbeit wird immer wichtiger. Viele kleine Beiträge von mehreren Autoren ergeben dann ein gemeinsames Großes. CMS-Systeme wie der, in Wien entwickelte, Hypertextcreator machen das Arbeiten im Team möglich bzw. erleichtern es ungemein.


Visionen

Die Kulturrevolution Internet war nach dem Meinung vieler mit der Erfindung des Buchdrucks vergleichbar. Als Moment der Entstehung kann das Jahr 1995 gesehen werden, indem der Papst die Freischaltung der ersten Website des Vatikans erlaubte.
Das Ende der Revolution ist aber noch nicht erreicht. Das Internet ist jedoch nur Unterstützer einer vorherrschenden Kulturrevolution, in der Bindungen und Loyalität zugunsten von Hybridität, Fluidität, Volatilität, Hypertextualität sowie einer zeitlich begrenzten Loyalität ersetzt werden. Der Mensch versteht sich nicht mehr als Teil eines Individualisierungsprozesses sondern als Beginn eines neuen Typus.
Durch Loslösung von alten Bindungen soll Kohärenz erreicht werden. Es versteht sich von selbst, dass wenn sich die Kultur ändert, oder „die Sicht der Dinge“ sich verändert, verändern sich auch die Herangehungs- sowie Betrachtungsweisen der Geschichtswissenschaften, die sich durch die Kulturrevolution ebenfalls noch verändern werden.



Fazit

Der vorliegende Text zeigt die Möglichkeiten des Internets für die Geschichtswissenschaften gut auf und deutet einen selbst, mich zumindest, auf gewisse Aspekte hin, die man besonders beachten muss. Vor allem zeigt er, wie bedeutend das Internet für die Wissenschaft, aber auch für jeden einzelnen Menschen werden kann. Zunächst ist der Bereich des e-learnings meiner Meinung nach sehr bedeutend. Die Tatsache, dass der Lernende selbst aktiv tätig wird ist eine gute Idee. Auch wirkt das vermittelte Gefühl, man habe sich selbst etwas beigebracht, positiv auf die Motivation.
Das Internet als Träger der Kulturrevolution kann in seiner Bedeutung, meiner Meinung nach, nicht überschätzt werden. Jede Information kann von jedem überall auf dieser Welt ins Netz gestellt oder abgerufen werden. Durch die Interaktivität des Internets hat der User zudem das Gefühl an der Revolution beteiligt zu sein und sie erscheint als ein Teil von ihm/ihr.
Auf jeden Fall kann man sich heute eine Zukunft ohne das Internet gar nicht mehr vorstellen. Während des Verfassens dieses Beitrags dachte ich an die Zeit meines Lebens zurück in der es noch kein Internet gab, bzw. es nicht so verbreitet war: Die zwei auffallendsten Punkte sind wohl, dass 1. jegliche Informationsbeschaffung hat ungemein länger gedauert und 2. man war viel öfter allein.

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